Auswirkungen von Wellen auf Wassersportler

Wassersportler erleben die abrupten, durch Schiffe verursachten Wellen anders als die stetigen, vom Wind verursachten.

Die Wellen der Berufsschifffahrt sind dabei vergleichsweise unproblematisch. Die Schiffe fahren auf berechenbarem Kurs mit konstanter Geschwindigkeit und bei Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit im dafür vorgesehenen Fahrwasser.

Schnellfahrende Sportboote sind hingegen aufgrund ihrer plötzlichen Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen schlecht berechenbar und befahren die gesamte Fläche, die auch andere Wassersporttreibende nutzen.

Schwimmer, Ruderer, Kanuten, SUPs und Segler werden nicht nur durch erhebliches Schaukeln belästigt, sondern sind – insbesondere bei kleinen oder schmalen Bootstypen mit niedriger Bordwand – der Gefahr des Kenterns oder Vollschlagens ausgesetzt.

Lange Boote, wie Ruder-Achter, können bedrohlichen Wellen nur begegnen, indem das Boot parallel zu den Wellen gedreht und die Wellen „abgeritten“ werden. Bei Kreuzwellen, in Kanälen oder bei geringem Abstand mehrerer Wasserfahrzeuge ist die Ausrichtung parallel zur Welle nicht möglich.

Schwächere Verkehrsteilnehmer auf dem Wasser zu behindern und in Gefahr zu bringen ist verantwortungslos und kein Kavaliersdelikt!

An Steganlagen und Bootsliegeplätzen kann Wellenschlag massive Schäden verursachen, z.B. durch Aneinanderschlagen von Masten und die Beanspruchung der Festmacherleinen.